Unzufrieden am meinem Gymnasium in NRW - Versetzungsantrag??

Re: Unzufrieden am meinem Gymnasium in NRW - Versetzungsantr

Beitragvon Schullehrer » 07.09.2018, 14:44:47

Wie lange malochst du denn schon an der Schule?
Kann man überhaupt einen Versetzungsantrag stellen, wenn man noch in der Probezeit ist?
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Re: Unzufrieden am meinem Gymnasium in NRW - Versetzungsantr

Beitragvon Lenchen87 » 13.09.2018, 10:32:00

Ich habe jetzt mein drittes Jahr hier angefangen und hab im Februar/März meine zweite Revision. Man kann schon in der Probezeit einen Versetzungsantrag stellen, aber es ist natürlich nicht so einfach und kann dauern. Ist jetzt auch nicht mein Plan. Da ich sehr nette Kollegen und auch i.d.R. nette Schüler hab, kann ich hier auch noch ein paar Jährchen bleiben, aber irgendwann würde ich auch einfach gern mal eine neue Schule sehen. Kommt auch darauf an, wie es sich mit der Schulleitung entwickelt. Ist auch eher schlecht als recht.
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Re: Unzufrieden am meinem Gymnasium in NRW - Versetzungsantr

Beitragvon cobalt8 » 16.09.2018, 23:00:11

WLAN????? Gut ich bin nicht an einem Gymnasium, aber WLAN? Was ist das? Bei uns wär man schon froh, wenn die Temperatur sich in den Räumen im Rahmen halten würde, oder wenn mal nicht wieder irgendwas auseinanderfällt.

Zu Versetzungen in NRW: Du kannst Grundsätzlich jederzeit einen Antrag stellen, musst dabei allerdings die Fristen beachten! Die Frist endet immer irgendwann im November oder Dezember. Es gibt dazu jedes Jahr, oder jedes Zweite Jahr einen Erlass oder so, den man auf der entsprechenden Versetzungseite findet. In NRW musst du einen online Versetzungsantrag stellen und davon dann eine Kopie auf dem Dienstweg einreichen. Wenn es also nicht ganz so schlimm ist, sollte man ggf. darüber nachdenken, den Antrag erst zu stellen, wenn das Gutachten deiner zweiten Revision verschickt wurde. Man munkelt, dass es Absprachen der Bezirksregierungen gibt, dass innerhalb von Probezeiten nicht versetzt wird, und ein Antrag aus persönlichen Gründen auch nicht beachtet wird. Nach der Probezeit kannst du einmal jährlich einen Antrag stellen, bei dem 5 Jahre lang die Schulleitung ihr Ok verweigern kann und die Bezirksregierung dem in der Regel auch entspricht. Danach benötigt man die Freigabe der Schulleitung nicht mehr, ob man dann aber direkt versetzt wird, kann ich dir nicht sagen.

Aus dienstlichen Gründen ist eine Versetzung übrigens jederzeit möglich.... diese scheinen hier aber nicht vorzuliegen und diese könnte man dann versuchen mit dem Personalrat durchzudrücken.

Solltest du innerhalb der 5 Jahre einmal keinen Versetzungsantrag stellen, beginnen die 5 Jahre erneut von vorne. Weitere Möglichkeiten versetzt zu werden sind z.b:
-Bewerbung auf eine Beförderungsstelle an einer anderen Schule (da sollte am Gymnasium eigentlich möglich sein, da es dort mehr Beförderungsstellen als überall anders gibt)
-Versetzung nach einer >1 Jahr andauernden Elternzeit

Ich hoffe, das hilft dir weiter.
Zuletzt geändert von cobalt8 am 16.09.2018, 23:06:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unzufrieden am meinem Gymnasium in NRW - Versetzungsantr

Beitragvon cobalt8 » 16.09.2018, 23:03:02

Achso noch zum Thema Großstadt:

Das kann man pauschal nicht sagen. Es gibt Einzugsgebiete in den Großstädten, wo fast nur reicher Pöbel wohnt, und es gibt Bereiche in denen viele sozial schwache Personen wohnen. Wobei das am Gymnasium sowieso nicht sooo die große Tragweite haben dürfte.

Um Großstädte herum kann es gut oder schlecht sein. Im sogenannten Speckgürtel wohnt es sich bekanntlich günstiger als in der Stadt, so dass du ggf. dort noch ein schlechteres Klientel haben kannst. Bist du weit genug draußen, wird es dörflicher.
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Re: Unzufrieden am meinem Gymnasium in NRW - Versetzungsantr

Beitragvon kecks » 17.09.2018, 17:25:27

zumindest in süddeutschen großstädten ist der speckgürtel - je nach lehrertyp - toll oder gruselig, kannst dir aussuchen. reiche schnösel-schulen in der innenstadt wie im speckgürtel sind okay, weil die kinder auf erfolg getrimmt sind und ihre hausaufgaben machen, sind aber auch furchtbar, weil die kinder i.a. buchstäblich wohlstandsverwahrlost sind und entsprechend anti-soziales verhalten an der tagesordnung ist, vor allem untereinander. irgendwo muss der ganze druck dann halt hin, wenn man nur akzeptiert wird, wenn man funktioniert. wie es denen geht, die nicht funktionieren, weil sie z.b. mit den 100%-übertrittsquoten und dem niveau des gymnasiums dauerüberfordert sind, kann man sich ja denken.

brennpunktschulen gibt es auch im gymnasialen bereich. auch die sind je nach lehrertyp toll oder gruselig, muss man eben mögen. ich erlebte das als spannend, ist halt ein anderer arbeitsschwerpunkt.

persönlich fand ich die entspannten, alternativeren stadtteile okay. da war es gemütlich und chaotisch, hausaufgaben machte niemand bis keiner, immer kam sehr viel volk zu spät, aber das menschliche und fachliche war top, in jeder hinsicht.

im grunde musst du halt den topf finden, zu dem du der deckel bist. da muss jeder seine eigenen erfahrungen machen. gemachte nester gibt es wenige, bring dich ein, engagiere dich, dann kann man fast überall ganz gut leben.
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