Eltern mischen sich ein

Was tue ich, wenn ....?

Re: Eltern mischen sich ein

Beitragvon krabappel » 31.05.2017, 19:59:03

Hausaufgaben: nicht das Nichtgeschaffte und nichts, was die Kids erarbeiten müssen. Ha= reine, stupide Übezeit, ein Päckchen schriftliche Addition, B. S. 70. Wenn Tom eine 5 schreibt, weil er zu Hause nicht verstanden hat, was du ihm nicht in der Schule erklärt hast, hast du das Problem! Nicht die Eltern sollen die Aufgaben erledigen.

Eltern: 1. höre zu, frage nach (Sie machen sich Sorgen, dass...? Okay, das klingt, als ob ihr Kind...) 2. dir Zeit geben (ich überlege das in Ruhe/ sage morgen Bescheid/ bespreche das auf Klassenstufe...)
3. Fehler zugeben oder still und heimlich Fauxpas nicht wiederholen oder klar erklären, dass du dich für diese Vorgehensweise entschieden hast, weil...-> Transparenz

Vorgaben: lies die Lehrer-Grundgesetze durch! Grundschulordnung, Schulgesetz, Verordnung zur Leistungsbewertung...

Disziplin: Das ist viel Nonverbales und Stimme, das geht nicht in drei min. zu erklären. Hospitiere in ähnlichen Altersstufen, Vierte ist anders als Erste, probiere aus, sei deutlich in deinen Anforderungen, erwarte dass gilt, was du sagst, achte darauf, was jeder tut ("Scheibenwischerblick")

Kecks hats gesagt: es dauert paar Jährchen :-D
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Re: Eltern mischen sich ein

Beitragvon Kantakou » 23.06.2017, 17:20:48

Ich finde es auch eher "suboptimal", bei den Hausaufgaben die starken SuS mehr machen zu lassen und die schwachen weniger. Kann da verstehen, wenn Eltern es als "unfair" empfinden und ich finde es auch von der Sache her nicht sinnvoll: die Starken können auf die HA eigentlich meist komplett verzichten, weil die im Unterricht alles schnallen und den Rest mit Vorwissen ausgleichen und grade die Schwachen brauchen jede zusätzliche Übungszeit.

Wenn die HAs angeblich zu schwer sind (solche Beschwerden kenn ich auch), dann geh nochmal in dich, ob das vielleicht wirklich zu schwer ist. Wenn du für GS ausgebildet bist, würde ich sagen, das sind halt die "typischen Elternbeschwerden" aber wenn du z.B. noch wenig Erfahrung hast und ggf. eigentlich Gy/GE- Lehrer bist, dann sind die Aufgaben vermutlich wirklich zu schwer. Genauso, wenn du z.B. auf nem friedlichen Dorf Ref gemacht hast und jetzt plötzlich im sozialen Brennpunkt bist: die SuS können da weniger, als man manchmal glaubt. ;) Generell stelle sicher, dass die SuS in der GS genau wissen, was sie bei der HA machen sollen (kleinschrittig, Beispielaufgabe etc...), dann fragen die hoffentlich gar nicht erst die Eltern und empfinden auch nix mehr als "zu schwer", weil sie es ja schonmal probeweise gemacht haben. Meine SuS kapieren auch oft was nicht, aber nur, wenn sie selber denken sollen. Das können die einfach entwicklungsbedingt zum Großteil nicht und wenn ich alles genau vorkaue, verstehen die auch was und das sagen die dann auch und die arbeiten dann auch super.

Dieses " Regeln sbschreiben" als Konsequenz machen wir auch, ich finde das in der GS auch ok insoweit, dass eine wirkliche Reflexion der "Tat" entwicklungsbedingt noch nicht durch die SuS zu leisten ist. Also macht es Sinn, die Regel schlicht in Erinnerung zu rufen. Jedenfalls ist das bei uns die Begründung für das Regelschreiben, auch ggü. Eltern. Ich persönlich würde sowas aber nicht als HA aufgeben, sondern mittlerweile eher im Unterricht direkt machen lassen (Störung beendet) und die nicht geschafften Aufgaben dann ggf. als HA. Das entzieht die eher stupide Tätigkeit dann auch dem Blick der Eltern.

Ansonsten gibts aber auch noch andere Dinge, die bei mir gut klappen als "Strafe", z.B. Fegedienst, Tafeldienst machen, Stühle hochstellen für alle, SuS alleine in Nebenraum setzen, in Parallelklasse schicken, bei kleineren Störungen einfach erstmal böse anschauen oder nach der Stunde mit dem SuS unter 4 Augen "meckern". Und im Falle der Eltern: informiere doch die Eltern bei Fehlverhalten einfach mal proaktiv selber über das miese Verhalten... das ist für die Kids manchmal schon "schlimm" genug und schon stören sie nicht mehr. ;)
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Re: Eltern mischen sich ein

Beitragvon Annabelle_3 » 18.10.2017, 18:25:02

Klar, es ist gut Kritik anzunehmen und über Verbesserungen nachzudenken. Aber Eltern denken sowieso immer, dass ihre Kinder die liebsten und besten sind. Manchmal sollte man auf deren Meinung auch mal pfeifen, wenn es Sinn macht. Ganz ohne Ärger wird es sicher sowieso nicht gehen, weil immer irgendwer ein Problem hat
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