Vorwurf von Schülerinnen

Was tue ich, wenn ....?

Re: Vorwurf von Schülerinnen

Beitragvon schotti » 26.08.2019, 13:33:48

Ich stehe zu meinen Schülern in einem Arbeitsverhältnis. Bis zu einem Gewissen Punkt hat der Lehrer schon die Möglichkeit dafür zu sorgen, dass keine Beschwerden vorkommen, aber es gibt auch Fälle, in denen so destruktive Kräfte wirken, da hat man keine Möglichkeiten mehr. Das ist sehr selten der Fall, aber es gibt sie.
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Re: Vorwurf von Schülerinnen

Beitragvon kecks » 26.08.2019, 13:37:57

maximer, erziehung ohne beziehung ist konditionierung, mehr nicht. kann man machen, ist wohl ein bisschen wenig, wenn wir von wesen intelligenter als regenwürmer reden.

vermutlich hast du einen sehr, sehr engen beziehungsbegriff, der wird in der pädagogik und auch in der schulpsychologie i.a. deutlich weiter verstanden.

ansonsten würde ich dich bitten, meine posts nochmal zu lesen, und dann nochmal deine. ich glaube, du hast so einiges etwas am text vorbei verstanden. niemand beschuldigt "den lehrer" grundsätzlich immer, wenn sich ein kind beschwert. wenn sich aber eine ganze sus-horde über dich beschweren geht, und das passiert öfters/ist eine realistische variante deines alltags, dann machst du als lehrer irgendwas falsch, ja, denn den meisten kollegen passiert das eher nicht bis nie. wenn du mal an ein paar schulen aktiv warst, wirst du feststellen, dass es fast immer den einen kollegen mit massiven problemen gibt im umgang mit sus, und halt 99% andere, die diese probleme in dem ausmaß (schülergruppe rennt zum chef, um sich über dich zu beschweren ist extrem; sus maulen mal, weil sie was unfair finden, sie mögen deine noten nicht, sie finden den unterricht zu stressig, was auch immer, aber dann sagen sie dir das - meist laut und deutlich sofort - oder, falls eure beziehung (ja, beziehung) nicht so prall ist, gehen sie damit maximal zum klassleiter/verbindungslehrer, aber doch nicht geschlossen zum chef...) nicht haben. warum wohl?

hint: es liegt nicht daran, dass die betreffenden 99% kuk sich irre mühe geben, von ihren sus lieb gehabt zu werden und bloß eine beschwerde verhindern wollen. es liegt an ihrer professionellen beziehungsarbeit, die die meisten erfahrenen lehrkräfte routiniert beherrschen. sus (und teilweise auch erwachsene) arbeiten eher für und mit leuten, von denen sie wissen, dass diejenigen sie persönlich als mensch sehen und schätzen. menschen leisten i.a. nicht gut, wenn sie sich wie eine - wenn auch höflich - ersetzbare nummer unter vielen fühlen. lernen tun sie so schon mal eher gar nicht (außer bei extremer intrinsischer motivation, aber die ist selten, sicher nicht 6x45 minuten am tag abrufbar, schon gar nicht bei pubertierenden).
denk mal deine eigenen beziehungen zu profs, mentoren, trainern... durch - bei wem (stückweit für wen) arbeitest du härter und mehr? für wen auf keinen fall oder eher nicht? genau. :)
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Re: Vorwurf von Schülerinnen

Beitragvon purplehaz3 » 04.09.2019, 16:07:50

Würde auf solche WIschi-Waschi Anschuldigungen überhaupt nicht reagieren. Maximal mit dem Klassenlehrer oder Rektor das Gespräch suchen, ob irgendeine aktive Reaktion erwartet wird. Sonst weiter machen wie bisher.
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