Transparenz bei mündlichen Noten

Was tue ich, wenn ....?

Re: Transparenz bei mündlichen Noten

Beitragvon yestoerty » 13.02.2018, 18:08:13

Viele SuS sehen auch den Unterschied zwischen Qualität und Quantität nicht. Oftmals kann man auch darauf verweisen.
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Re: Transparenz bei mündlichen Noten

Beitragvon CaraM. » 13.02.2018, 23:11:09

yestoerty hat geschrieben:Viele SuS sehen auch den Unterschied zwischen Qualität und Quantität nicht. Oftmals kann man auch darauf verweisen.


Kann man, aber ob es ermutigend ist ? Dann kann man ja als Schüler die Mitarbeit herunterfahren, wenn ein anderer zwei Mal im Unterricht was sagt und ansonsten schläft und der kriegt dann gute Noten und der andere versucht zig Sachen, führt wohlmöglich das foule Genie auf die richtige Spur und kriegt dann gesagt: "Streng dich nur an, du reichst an Mr. Foul nicht ran."

Weiß nicht, ich fände das entmutigend, jemandem so etwas vor den Latz zu knallen, der sich bemüht.
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Re: Transparenz bei mündlichen Noten

Beitragvon Rets » 13.02.2018, 23:18:27

Wenn wir wirklich von nur zwei Wortbeiträgen im Halbjahr reden, also wortwörtlich zwei, dann wäre das in der Tat sehr mager als Basis für eine 1. Aber in Mathematik (und soweit ich das überblicken kann wirklich nur dort) kann es durchaus gerechtfertigt sein. Hin und wieder kommt es vor, dass man einen Schüler hat, der so weit über dem Stoff ist, dass die Note 1 gesetzt ist. D.h. natürlich nicht, dass der Schüler dann stattdessen schwätzen kann, sondern ich würde vielmehr erwarten, dass er prinzipiell immer bereit zur vollumfassend korrekten Antwort ist. In anderen Fächern sehe ich das so nicht, weil auch eine tolle Interpretationsleistung o.ä. vom Schüler ja ggf. erstmal verbalisiert bzw. jedes Mal neu nachgewiesen werden muss.
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Re: Transparenz bei mündlichen Noten

Beitragvon yestoerty » 14.02.2018, 8:48:30

Naja, ich hab eher ein Problem damit, dass sich jemand ganz toll findet, meint er macht doch andauernd mit, aber nur die Aufgabenstellung und den Text vorliest oder andere Wortbeiträge wiederholt. Und ja, das ist auch bei 4 Meldungen in einer Stunde eine schlechtere Leistung, als wenn jemand sich nur einen Beitrag liefert, der aber einen Großteil in AFB II oder III abdeckt.
Ist aber ja trotzdem besser als gar nichts zu sagen.
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Re: Transparenz bei mündlichen Noten

Beitragvon Stark » 14.02.2018, 17:22:56

CaraM. hat geschrieben:
yestoerty hat geschrieben:Viele SuS sehen auch den Unterschied zwischen Qualität und Quantität nicht. Oftmals kann man auch darauf verweisen.


Kann man, aber ob es ermutigend ist ? Dann kann man ja als Schüler die Mitarbeit herunterfahren, wenn ein anderer zwei Mal im Unterricht was sagt und ansonsten schläft und der kriegt dann gute Noten und der andere versucht zig Sachen, führt wohlmöglich das foule Genie auf die richtige Spur und kriegt dann gesagt: "Streng dich nur an, du reichst an Mr. Foul nicht ran."

Weiß nicht, ich fände das entmutigend, jemandem so etwas vor den Latz zu knallen, der sich bemüht.


Ich gebe das sogar vereinzelt den Schülern als Ratschlag - v.a. in der Fremdsprache. Hier erkläre ich dem Schüler dann, dass ich gesehen habe, dass er viel mitmachen kann und dass es okay ist, sich nicht immer sofort zu melden, sondern lieber wohl überlegte Wortbeiträge zu bringen, die vielleicht sogar im Kopf ein wenig vorformuliert sind, um die sprachliche Qualität zu verbessern.
Man kann Schülern alles begreiflich machen, ist oft nur eine Frage der richtigen Wortwahl.
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Re: Transparenz bei mündlichen Noten

Beitragvon CaraM. » 14.02.2018, 19:23:44

Genau. Das ist ja konstruktiv was du machst.
Aber jemandem, der sich bemüht und mitmacht einfach zu sagen "Das was du bringst hat nicht so eine Qualität, du stehst mehr für Quantität." Geht nicht.
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Re: Transparenz bei mündlichen Noten

Beitragvon Valerianus » 14.02.2018, 20:14:56

Doch, das geht und muss manchmal auch sein. Ich hab in meinem Mathematik-LK einen Schüler setzen, der sich eigentlich nie meldet. Einzige Ausnahme: Die Mitschüler hängen irgendwo, eine Aufgabe ist so kompliziert, dass die meisten anderen Schüler den Weg gar nicht sehen. Dann geht die Hand hoch. Zuverlässig. Da ist die 1 gesetzt, dafür brauche ich keine Meldungen zu "Wie lautet in diesem Fall jetzt f'(x)?". Er bearbeitet die Aufgaben natürlich trotzdem in seinem Heft, aber warum sollte er sich bei jeder Frage melden? Das ist doch Blödsinn..

Und wenn sich ein anderer Schüler doppelt oder dreifach so oft bei AFB I Fragen meldet, dann geht es über die 3 im Mündlichen auch nicht hinaus (und die empfinde ich dann schon als nett)...
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