Ablehung durch PKV

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Re: Ablehung durch PKV

Beitragvon Maximer » 18.01.2018, 14:24:56

Thomas Kliem hat geschrieben:Schon klar.
Aber es gibt Schmerzgrenzen bei den Versicherern.


Das ist verständlich, doch hätte ich nicht damit gerechnet, wegen dieser einen Diagnose (mehr war bisher in meinem Leben gesundheitlich nicht vorgefallen und ich erfreue mich überdies bester Gesundheit), die noch dazu laut ärztlicher Seite und mehrjähriger eigener Erfahrung kein erhöhtes Arbeitsunfähigkeitsrisiko darstellt, bereits durchs Raster zu fallen.

Nun weiß ich es besser, allerdings ist es - soweit ich das mittlerweile in Erfahrung bringen konnte - nun auch zu spät, bei anderen PKVs überhaupt noch anzufragen.

Thomas Kliem hat geschrieben:Der Kontrahierungszwang liegt in der Beamtenöffnungsaktion begründet.
Die im Rahmen der Öffnungsaktion angenommenen Anträge werden anders kalkuliert und über alle teilnehmenden Versicherer gepoolt. Das wird jetzt aber zu kompliziert...


Danke für die Information, das klingt nachvollziehbar (aus Sicht des Versicherers).

LG
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Re: Ablehung durch PKV

Beitragvon *Sissy* » 18.01.2018, 15:18:43

Du nimmst Medikamente, daher würde ich das jetzt nicht als "beste Gesundheit" bezeichnen.

Gibt es in der GKV keinen Ausbildungstarif für Dich? Und was hat das Bruttoeinkommen Deiner Frau mit Deiner KK zu tun?
*Sissy*
 
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Re: Ablehung durch PKV

Beitragvon Maximer » 18.01.2018, 15:34:53

*Sissy* hat geschrieben:Du nimmst Medikamente, daher würde ich das jetzt nicht als "beste Gesundheit" bezeichnen.


Hallo Sissy,

ich möchte jetzt und hier nicht ins Detail gehen, aber es hat schon einen guten Grund, dass speziell meine Diagnose langfristig gesehen bei erfolgter Behandlung zur dauerhaften Gesundheit bzw. Erhaltung eben dieser führt. Die Medikamente sind gesundheitlich (auch langfristig) unproblematisch und müssen auch nur bei Bedarf eingenommen werden.

Natürlich kann man sagen, dass jeder, der überhaupt gesundheitlich in seinem Leben bereits auffällig wurde, potentiell nicht bestens funktioniert und daher ein Risikofall ist. Ich halte es aber persönlich für wenig angebracht, jegliche fachlich-individuelle Beurteilung fahren zu lassen und stattdessen pauschal alles abzulehnen, was sich schon einmal um die eigene Gesundheit (bzw. Gesunderhaltung) gekümmert hat. Da kann man sicherlich geteilter Meinung sein.

*Sissy* hat geschrieben:Gibt es in der GKV keinen Ausbildungstarif für Dich? Und was hat das Bruttoeinkommen Deiner Frau mit Deiner KK zu tun?


Das muss nun von mir abgeklärt werden, inwiefern ich Sonderregelungen in Anspruch nehmen kann. Nach allem, was ich bisher weiß, wird mich aber voraussichtlich die ganze Härte der derzeitigen Regelungen treffen; das bedeutet, dass jeweils die Hälfte meines Referendariats-Gehaltes und die Hälfte des Verdienstes meiner Frau (da mir laut Logik der Gesetzgebung diese zusteht, was natürlich tatsächlich nicht der Fall ist, wir verfügen über getrennte Konten) zur Beitragsberechnung herangezogen wird.

Damit würde ich ca. die Hälfte meines Einkommens an die GKV abführen müssen.

LG
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Re: Ablehung durch PKV

Beitragvon Maximer » 18.01.2018, 17:59:20

Nachtrag:

Ich habe mich nun bei meiner Krankenkasse erkundigt; tatsächlich ist es so, dass bis zur halben sogenannten "Beitragsbemessungsgrenze" (derzeit ca. 2200 Euro) das Einkommen meiner Frau eingerechnet wird, von dieser Zahl ausgehend werden dann die prozentualen Anteile (ca. 15,1 und 2,x %) als Versicherungsbeiträge errechnet, ergibt knapp 400 Euro monatlich.

Also nicht ganz so hoch wie zuerst befürchtet, aber 1/3 meines künftigen Gehaltes ist ja auch schon ein ordentlicher Brocken, wenn man bedenkt, dass andere nur einen Bruchteil davon zahlen. Die Beraterin der Krankenkasse brachte das auf den Punkt:

"Da haben sie leider Pech gehabt!"

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Re: Ablehung durch PKV

Beitragvon chilipaprika » 18.01.2018, 18:45:40

Tja, positiv denken:

1) nach dem Ref wirst du wahrscheinlicher verbeamtet, als es vor 10 Jahren der Fall gewesen wäre.
2) im Falle der Verbeamtung / Planstelle kommst du dann problemlos und vergleichsweise günstig in die PKV
3) du bekommst im Ref den Ehezuschlag und geniesst die Vorteile des Ehegattensplittings (also eher: deine Frau / der Haushalt). Für den gemeinsamen Haushalt sollte es also keinen allzugroßen Minus sein. Deine Frau kann dir also einen Großteil des Verlusts ausgleichen ;-)
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Re: Ablehung durch PKV

Beitragvon Maximer » 18.01.2018, 20:51:31

chilipaprika hat geschrieben:Tja, positiv denken:

1) nach dem Ref wirst du wahrscheinlicher verbeamtet, als es vor 10 Jahren der Fall gewesen wäre.
2) im Falle der Verbeamtung / Planstelle kommst du dann problemlos und vergleichsweise günstig in die PKV
3) du bekommst im Ref den Ehezuschlag und geniesst die Vorteile des Ehegattensplittings (also eher: deine Frau / der Haushalt). Für den gemeinsamen Haushalt sollte es also keinen allzugroßen Minus sein. Deine Frau kann dir also einen Großteil des Verlusts ausgleichen ;-)


Hallo chilipaprika,

so herum kann man es natürlich auch wenden, ist wohl auch ratsam, da ich ohnehin keine Mittel sehe bzw. habe, an der Situation etwas zu ändern. Ich wollte bewusst ehrlich und offen mit meiner Vorerkrankung umgehen, da sie einfach zu mir gehört und hoffte, dass dies nicht sofort zu diversen Nachteilen führt. Zumindest hinsichtlich der amtsärztlichen Untersuchung - die jedoch sehr streng und nur unter Vorbehalt erfolgte, d.h. nach dem Referendariat muss ich nochmals nachweisen, dass ich weiterhin "funktioniere" - lag ich richtig.

Nun ist es so, dass ich meine Frau finanziell endlich spürbar entlasten wollte, daraus wird wohl vorerst nichts werden; die Stimmung ist somit momentan leicht gedrückt. Die Ungerechtigkeit bleibt in jedem Fall bestehen, da wir schlicht und einfach mehrere hundert Euro mehr zur Verfügung hätten, wenn ich die kommenden 1,5 Jahre bei der PKV untergekommen wäre.

Ruiniert hätte ich die Debeka bestimmt nicht, nicht wegen der paar Medis, die ich regelmäßig einnehme - die Kosten dafür hätte ich zur Not selbst getragen, so viel ist das nun wirklich nicht. Das ist heutzutage ein Allerweltsmedikament.

Gegen Prinzipienreiterei ohne zwischenmenschliche Fühlung hat man eben keine Chance.

LG
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Re: Ablehung durch PKV

Beitragvon *Sissy* » 18.01.2018, 21:40:48

Das mit dem halben Gehalt Deiner Frau kommt mir komisch vor. Noch nie wird eich nach dem halben Gehalt meines Mannes gefragt. Ich soll versichert werden und dazu wird das herangezogen, was ich verdiene. Was hat mein Mann oder in dem Fall Deine Frau damit zu tun? Sie versichert sich ja dann auch selbst. Ich finde das wirklich merkwürdig. Bei welcher KK hast Du Dich erkundigt?
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