2x Referendariat in NRW möglich?

Abbruch des Ref? Durchgefallen - was dann?

Re: 2x Referendariat in NRW möglich?

Beitragvon rajan » 03.08.2017, 15:08:39

GHRS ist Ausbildung ist Laufbahn im gehobenen Dienst

Berufschule
Ge/Gy ist Ausbildung im höheren Dienst

Wer für eine Laufbahn nicht geeignet ist , kann sehr wohl für eine andere geeignet sein.

Beispiel: ich falle im REf. an einer Grundschule durch
Aber danach bewerbe ich mich für ein Rechtswissenschaftliches Referendariat
dieses ist mir nicht abzulehnen mit der Begündung ich wäre ein schlechter Grundschullehrer

Insbesondere gibt es auch Härtefälle die aufgrund äusserer Umstände nicht den gewünschte Ausbildungserfolg erbringen konnten. Da es da viele Gründe gibt (Kind krank, Partner ist Alkohiker, Mutter ist Dement, Vater ist ein Pflegefall, Schwester ist Drogenabhängig) und Papier geduldig , warum nicht einen solchen geltend machen!

Wichtig sind dabei 2 Punkte:

1. für einen selbst. Das Durchfallen hat einen Grund. Hat man diesen nicht behoben, dann wird es sehr wahscheinlich auch beim nächsten mal daran scheitern. (Bsp. ich habe eine Referendarin kennengelernt, die polnisch stämmig, Deutschlehrerin werden wollte. Sie hatte einen fürchterlichen polnischen Dialekt.Anstatt zum Logopäden zu gehen und dies zumindest in Angriff zu nehmen, wußte sie es besser. Ergebnis : Als Deutschlehrerin durchgefallen!
Sehr wohl würde ich bei ihr eine Chance sehen, wenn sie ihr Sprachproblem angehen würde. Aber Deutsch mit Aktzent? Das geht in Physik und Mathe, aber nicht in Deutsch.

2. Die Einstellungsbehörden sind zugleich faire Arbeitgeber als auch witschafgtsorientierte Einrichtungen. Dir das ganze nochmals zu finanzieren, mit der Aussicht das es umsonst ist, dazu haben die einfach keinen Bock. Verständlich, da so ein Referendar locker mal 70.000 Euro kostet.

Also würde ich es vollgenderweise angehen:

Probleme die zum durchfallen geführt haben beseitigen. Notfalls in Vertretungsstellen üben, üben, üben.
Dann in eine anderes Bundesland gehen, oder zumindest in NRW die Bezirksregierung wechseln.
Dann kurz mich von einem Anwalt beraten lassen, ob bei einer erneuten Bewerbung in einer ANDEREN Laufbahn, die alte PRüfung angabepflichtig ist. (NAch meinem Kenntnisstand, Nein. Es wäre nur dann der Fall, wenn du in der selben Laufbahn dich erneut bewirbst).
Wenn der Anwalt sein OK gibt, mich erneut bewerben, für die neue Laufbahn, und tunlichst nicht angeben, das ich schon mal drin war. Auch nicht bei anderen Referendaren. Einfach neu anfangen.
Begründungen für die Lücke dazwischen gibt es genug, Schwangerschaft, Betreuung der ach so kranken Eltern, Jobben um gut finanziert das REF zu beginnen.

PS: In diesem LAnd lügt doch eh jeder rum wie es ihm gefällt. Schulleitungen ganz besonders.
Aber auch Verteidigungsminister, Bundespräsidenten , oder Schawan ---> die war Bildungsministerin mit einer getürkten DOktorarebit und hat, nachdem sie aufgeflogen ist, sogar noch ne Stelle als BOtschafterin bekommen.

Die Kunst beim Lügen ist nur, sich nicht erwischen zu lassen!. Da REf einstellungen MAsseneinstellungen sind, warum sollte da jemand nach einem Referendariat suchen, da ja überlall auf der Welt begonnen sein könnte.

ACHTUNG FALLE:

Dies ist 1. aus meiner Sicht nur bei einem Laufbahnwechsel korrekt.
2. Ich bin kein Jurist. BEvor irgend jermand das so macht. Erst den Anwalt kontaktieren und fragen, dann handeln. Denn wenn es schiefgeht kann ich niemanden aus der Patsche hiefen, der Anwalt ist aber bei einer falschen Beratung zumindest sehr gut Haftpflicht versichert.
rajan
 
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Re: 2x Referendariat in NRW möglich?

Beitragvon Teacherlove » 15.08.2017, 16:20:09

Nun rajan....nachher fliegt die Sache auf und das Land will sein Gehalt zurück und verklagt den jeweiligen Lehrer... ich wäre vorsichtig damit.
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Re: 2x Referendariat in NRW möglich?

Beitragvon sabisteb » 24.08.2017, 23:01:14

Eine Bekannte ist 2x in BW durchgefallen und arbeitet nun als angestellte Lehrerin in Sachsen. Verbeamtung wird aber nix.
Eine andere Bekannte ist 2x durch eines ihrer beiden Fächer gefallen und unterrichtet daher angetellt nur das Fach, das sie bestanden hat und das zweite nur bei Engpässen.
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Re: 2x Referendariat in NRW möglich?

Beitragvon Kapartia » 30.08.2017, 23:16:57

Teacherlove hat geschrieben:Nun rajan....nachher fliegt die Sache auf und das Land will sein Gehalt zurück und verklagt den jeweiligen Lehrer... ich wäre vorsichtig damit.



Im Ref in Berlin sind mir einige (auch gestandene Kollegen) untergekommen, die das so gemacht haben wie Rajan schrieb. Ein oder zwei waren ehrlich und haben das mitangegeben (2x durchgefallen) und trotzdem wurden sie, nach intensiver Prüfung des Einzelfalls, noch mal für das Ref zugelassen.

Scheint also irgendwo eine Grauzone zu geben, die vom Einzelfall abhängt.
Kapartia
 
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