Keine Wertschätzung während des Refs

Du hast positive Erfahrungen mit dem Referendariat? Du hast es endlich geschafft und weißt nun, dass sich das Durchhalten gelohnt hat? Erzähl davon!

Re: Keine Wertschätzung während des Refs

Beitragvon Delilah » 21.11.2019, 22:16:53

Gerade als Pädagogen sollte doch allen klar sein, wie viel Wertschätzung ausmacht. Zu sagen man könne das im professionellen Rahmen nicht erwarten, ist doch viel zu einfach gedacht. Eine SL sollte Führungsqualitäten besitzen und dazu gehört eben auch der wertschätzende, ermunternde Umgang mit allen LK, was letzten Endes auch zu höherer Leistungsbereitschaft und besserer psychischer Gesundheit führt. Das hat nichts mit dünnhäutig zu tun sondern mit guter Personalführung.

Mein eigenes Ref ist nun rum und wenn ich mich umsehe und schaue, wie andere aus meinem Seminar das Ref erlebt haben, dann wird doch deutlich, dass die persönliche Ebene mit FL, SL, MentorIn und Kollegium den größten Einfluss darauf hat, als wie belastend das Ref wahrgenommen wird... Mein Seminar kann ich da wirklich nur loben, Beschwerden über Fachleiter gab es quasi nie und generell war man extrem bemüht um uns und unser Wohlbefinden.

Das Ref ist immer eine Belastungsprobe durch die konstante Beobachtung und konstante Prüfungssituation (ok, je nach Bundesland, bei mir war die erste prüfungsrelevante Leistung nach nur 8 Wochen). Da ist ein positives Klima an der Schule umso wichtiger.

Und natürlich ist "mangelnde Wertschätzung" noch recht harmlos wenn man erlebt was sich an manchen (wenigen) Schulen für Dramen abspielen, aber da war mein Seminar zum Glück immer direkt dran und hat bei gravierenden zwischenmenschlichen Problemen direkt Mentoren- oder Schulwechsel ermöglicht. Aber ebenso gibt es eben genug Schulen, die Mehrleistung enorm wertschätzen und loben, da verstehe ich einen gewissen Frust, wenn an der eigenen Schule gar nichts kommt.
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Re: Keine Wertschätzung während des Refs

Beitragvon Maximer » 26.12.2019, 20:09:14

Delilah hat geschrieben: Aber ebenso gibt es eben genug Schulen, die Mehrleistung enorm wertschätzen und loben, da verstehe ich einen gewissen Frust, wenn an der eigenen Schule gar nichts kommt.


So wars leider bei mir. Hab mich ziemlich ins Zeug gelegt, Schülerprojekt selbständig geleitet und war 110% zuverlässig und kollegial bin ich sowieso. Die Schulbeurteilung war nur unterer Durchschnitt, was ich völlig als Verarsche empfand. Lag an der persönlichen Ebene zwischen mir und Mentorenseite, die einfach nicht optimal war. Ich kam mit allen anderen Kolleg/innen deutlich besser klar.

Mir wars egal, ich habs geschluckt und bin jetzt in fester Stelle, wo diese komische Fantasie-Beurteilung keinen mehr juckt. Ist halt ein Armutszeugnis, wenn man als Ausbilder (Mentor) so wenig fähig ist, den Referendar vernünftig zu beurteilen.

Da haben andere deutlich weniger gemacht als ich und sind mit einer glatten 1,0 von der Schule verabschiedet worden. Wertschätzung ist mir persönlich egal, wichtig ist eine faire Beurteilung, die nicht bei den meisten Beteiligten Kopfschütteln auslöst.
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