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Beitragvon krabappel » 14.11.2014, 7:51:26

So, jetzt muss ich mal für den TE in die Bresche springen.

Wie auch immer sich ein Referendar verhält. Wenn er von seinem Chef angeschrien wird, läuft was falsch.

Und dieser Reffi lässt sich hier nun mit deftigen Worten aus, weil er sich massiv ungerecht behandelt fühlt und außerdem seit Monaten kämpft und sich die Situation immer mehr zuspitzt. Ob er etwas "dafür kann" oder nicht finde ich egal, denn er ist der Auszubildende und wenn SChulleiter und Seminar nicht in der Lage sind, das Problem zu lösen, ist das ein Armutszeugnis für die Lehrerschaft.

Wenn sich jetzt der Kollegenkreis im Forum beschwert "bleib mal sachlich", und der Reffi daraufhin seinen Beitrag löscht, um die rechtlich relevanten Fakten herauszulösen, dann würde ich auch sagen: bleibt doch einfach mal sachlich.
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Beitragvon Lysander » 14.11.2014, 8:20:12

Das sehe ich anders.
In dem Moment, wo ich einen ausführlichen Beitrag zu meiner Ausbildungssituation schreibe und ggf. dadurch identifizierbar bin, muss ich mir über die Konsequenzen dessen im Klaren sein.

Der TE hat mitnichten aufgrund der Sorge erkannt zu werden seine Beiträge gelöscht bzw. leer editiert, sondern aufgrund der Tatsache, dass er hier nicht die Antworten bekommen hat, die er haben wollte und er - natürlich völlig unverschuldet - einiges an Gegenwind bekommen hat.

Es ist kein Zufall, dass der gleiche Thread bei lehrerforen eine ähnliche Wendung genommen hat. Und dort weht einem normalerweise nicht sofort der Wind ins Gesicht so wie es hier leider fast schon zum "guten Ton" gehört.
Gruß
Lysander

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Beitragvon kecks » 14.11.2014, 9:23:30

...wenn man das so sieht, dann braucht man sich meiner Meinung nach nicht wundern, wenn es hier still wird. Wirklich nicht. Sehe das sehr, sehr, sehr wie krabappel.
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Beitragvon Rotschreiber » 14.11.2014, 10:01:26

Ich sehe das sehr, sehr, sehr, sehr wie Lyssnder.
Es ging wirklich einzig darum, dass der TE nicht die gewünschten Reaktionen bekommen hat. In beiden Foren. Dann Beiträge zu editieren und zu entschärfen finde ich ganz schlechten Stil. Vor allem denen gegenüber, die wirklich helfen wollten. Zudem machte der TE nicht wirklich den Eindruck, kritikfähig zu sein und an einer Lösung interessiert zu sein.

Insgesamt sollte man sich als Erwachsener darüber im Klaren sein, was man im Netz für Informationen Preis gibt.
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Beitragvon Jméno » 14.11.2014, 14:35:45

krabappel hat geschrieben:Und dieser Reffi lässt sich hier nun mit deftigen Worten aus, weil er sich massiv ungerecht behandelt fühlt und außerdem seit Monaten kämpft und sich die Situation immer mehr zuspitzt. Ob er etwas "dafür kann" oder nicht finde ich egal, denn er ist der Auszubildende und wenn SChulleiter und Seminar nicht in der Lage sind, das Problem zu lösen, ist das ein Armutszeugnis für die Lehrerschaft.

Da hast du zweifellos recht. Das Referendariat ist für viele eine durchaus anstrengende Zeit - umso mehr, wenn Dinge offenkundig schieflaufen. Nachdem aber jemand entsprechend hier Dampf abgelassen hat (was ja okay ist, auch dazu ist ein Forum da), sollte er/sie auch imstande sein, ein wenig runterzukommen und die Situation zu reflektieren; genau dafür halte ich kritisch nachhakende Fragen sinnvoll. Eben das klassische „Und welche deiner Handlungen, Äußerungen, Entscheidungen waren in ebenjener Situation ungünstig?“.

Wenn dann ein/e TE auch nur versucht, ein vollständiges Bild zu liefern, ist das Forum als Medium sinnvoll gewählt. Wenn aber ein/e TE einzig darauf aus ist, ein bereits bestehendes Bild, ein bestehendes Urteil unterfüttert zu bekommen, wenn er oder sie nur Bestätigung sucht und Reflexion ablehnt - dann ist das Forum als Medium eben nicht sinnvoll gewählt, weil es hier im Regelfall darum geht, Dinge im Diskurs zu lösen. Insofern folgt leider auch der Schluss: Wer sich so einem Diskurs verweigert, dem kann hier grundsätzlich nicht geholfen werden.
…он је метафора, начин живота, угао гледања на ствари!
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Beitragvon *Sissy* » 14.11.2014, 16:56:02

Sehe es so wie jmeno. Ich hab im lehrerforum wirklich einige Fragen gehabt, die der te gut hätte anonymisiert beantworten können: wieviele UBs noch bis zur UPP, wieviel angeleiteter Unterricht, was wurde in den Gutachten kritisiert etc. Antworten darauf hätte man benötigt, um die Situation einschätzen zu können. Leider kam keine Antwort darauf und das ist mir hier und im LF schon häufiger aufgefallen. Es häufen sich die Fälle, die im Forum keine echte Hilfe erwarten, jedenfalls nicht die Hilfe, die hier vorgeschlagen wird. Will man jedoch nur Dampf ablassen (absolut ok und verständlich) dann kann man das ja ruhig sagen.

Ich erlebe diese Beratungsresistenz auch im realen Leben. Daher möchte ich schon gern wissen, was genau in dieser Situation an Ausbildungsleistung von der Schule erbracht wurde. Denn oftmals ist da bereits einiges investiert worden.

Naja, für die Bestätigung des eigenen Egos braucht der TE mich nicht.
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Beitragvon Hubselzwerg » 14.11.2014, 19:51:43

Das Löschen finde ich auch daneben.
Aber: Nachdem ich selbst kuriose Dinge erlebt habe an einer Schule (nicht mehr als Ref) kann ich mir durchaus vorstellen, dass man einen irren Stress und Ärger hat, ohne selbst daran etwas tun zu können. Natürlich weiß ich nicht, ob das hier zutrifft.
Aber zumindest sowas wie 'Es soll sich jemand beschwert haben, ich erfahre aber nicht wer und worüber' habe ich exakt so selbst erlebt. Und natürlich war das nicht das einzige Problem.
Ich weiß bis heute nicht, was da wann warum schief gelaufen ist. Oder was ich wann hätte anders machen sollen. Wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben.
Ich habe dann komplett den Dienst quittiert.
Bin mittlerweile wieder an einer staatlichen Schule.
Ich habe sowas weder zuvor noch hinterher erlebt. Da ich nicht mittendrin mal meine Persönlichkeit gewechselt habe gehe ich davon aus, dass mein Anteil an der Situation eher gering war.
Dieser Beitrag wurde 666 mal editiert, zum letzten Mal von Gott: Morgen, 23:06
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