Frage zur amtsärztlichen Untersuchung.

Habt ihr Fragen speziell an Ehemalige? Einige Junglehrer, die auch in der Referendarsbetreuung tätig sind, versuchen euch zu helfen.
Stark
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Re: Frage zur amtsärztlichen Untersuchung.

Beitrag von Stark »

Koralle82 hat geschrieben:
teacher_a hat geschrieben:Finde es nicht gut, wenn Lehrer Drogen nehmen. Wie soll man da seinen Schülern ein Vorbild sein. Ist meine Meinung.
Ich finde, auch Lehrer haben ein Privatleben. Und ich finde nicht, dass ich mich in meinem Privatleben durchgehend vorbildlich verhalten muss - wozu auch, schließlich haben Schüler in meinem Privatleben rein gar nichts zu suchen.
Volle Zustimmung. Wie diese Argumentation allerdings auf illegale Handlungen übertragbar sein soll, erschließt sich mir nicht so recht.
Davon abgesehen hast du, teacher_a im Prinzip schon recht, andererseits fällt es mir persönlich schwer, es moralisch schlimm oder verwerflich zu finden, wenn ein Kollege privat und in seiner Freizeit gerne mal "einen durchzieht". Da finde ich sogar die Kollegen, die gerne zwei Schritte vom Schulgelände in voller Sicht ganz legal in der Pause ihre Kippe rauchen, oder diejenigen, die prinzipiell nur leicht angetrunken - aber legal! - vom Schulfest nach Hause gehen, irgendwie suspekter. Auch und gerade als pädagogische Vorbilder. Aber selbst da sehe ich den päd. "Schaden" als sehr überschaubar an.

teacher_a
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Re: Frage zur amtsärztlichen Untersuchung.

Beitrag von teacher_a »

Koralle82 hat geschrieben: Ich finde, auch Lehrer haben ein Privatleben. Und ich finde nicht, dass ich mich in meinem Privatleben durchgehend vorbildlich verhalten muss - wozu auch, schließlich haben Schüler in meinem Privatleben rein gar nichts zu suchen.
Das sieht der Dienstherr etwas anders, vor allem wenn es um Drogenkonsum geht. Zumindest verbeamtete Lehrer sollen ihre Vorbildfunktion auch im privaten Bereich wahrnehmen.

Und wer schon am Anfang seiner Lehrerlaufbahn solche Fragen stellt.... naja, den wird sicher auch meine Antwort und meine Meinung nicht interessieren. Bleibt zu hoffen, dass tatsächlich entsprechende Tests gemacht werden vom Amtsarzt.

Fränzy
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Re: Frage zur amtsärztlichen Untersuchung.

Beitrag von Fränzy »

teacher_a hat geschrieben:
Koralle82 hat geschrieben: Ich finde, auch Lehrer haben ein Privatleben. Und ich finde nicht, dass ich mich in meinem Privatleben durchgehend vorbildlich verhalten muss - wozu auch, schließlich haben Schüler in meinem Privatleben rein gar nichts zu suchen.
Das sieht der Dienstherr etwas anders, vor allem wenn es um Drogenkonsum geht. Zumindest verbeamtete Lehrer sollen ihre Vorbildfunktion auch im privaten Bereich wahrnehmen.

Und wer schon am Anfang seiner Lehrerlaufbahn solche Fragen stellt.... naja, den wird sicher auch meine Antwort und meine Meinung nicht interessieren. Bleibt zu hoffen, dass tatsächlich entsprechende Tests gemacht werden vom Amtsarzt.
Ich sehe das genau so wie Du.

Ich möchte auch nicht wirklich, dass meine Kinder von einem Lehrer unterrichtet werden, der Drogen konsumiert, die verboten sind. Oder übermäßig viel Alkohol zu sich nimmt.
שָׁלוֹם

Lysander
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Re: Frage zur amtsärztlichen Untersuchung.

Beitrag von Lysander »

Koralle82 hat geschrieben: Ich finde, auch Lehrer haben ein Privatleben. Und ich finde nicht, dass ich mich in meinem Privatleben durchgehend vorbildlich verhalten muss - wozu auch, schließlich haben Schüler in meinem Privatleben rein gar nichts zu suchen.
Isoliert betrachtet hast Du Recht. Allerdings hat der Dienstherr das Recht, die charakterliche Eignung des Bewerbers zu überprüfen.
Ferner kannst Du in vielen Dienstordnungen der jeweiligen Länder auch Verhaltensregeln finden, die zum Teil in Dein Privatleben hinein reichen.

Wem dies nicht passt, dem steht es frei, eine Regierung zu wählen, die das ändert, oder aber nicht im öffentlichen Dienst zu arbeiten.
Gruß
Lysander

Das beste Argument gegen Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler. (W. Churchill)

qchn
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Re: Frage zur amtsärztlichen Untersuchung.

Beitrag von qchn »

es bleibt dem Dienstherrn unbenommen, fragwürdigen Regeln noch weitere fragwürdige Regeln hinzuzufügen und ich als Privatperson hätte tatsächlich auch Probleme damit, wenn meine Kinder von AlkoholikerInnen unterrichtet würden oder von Drogenabhängigen. Solange jedoch der Genuss bewusstseinsverändernder Substanzen (Alkohol, Cannabis, Crytal Meth, Zucker, Adrenalin, Fleisch, Kaffee, Internet wasweissich) nicht grundsätzlich die Fähigkeit der Lehrkraft einschränkt oder zu irgendwelchen peinlichen Szenen führt, hab ich kein Problem damit, wenn sie diese in ihrem Privatleben kosumiert.

Zitronenfalter
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Re: Frage zur amtsärztlichen Untersuchung.

Beitrag von Zitronenfalter »

Fränzy hat geschrieben: Ich möchte auch nicht wirklich, dass meine Kinder von einem Lehrer unterrichtet werden, der Drogen konsumiert, die verboten sind. Oder übermäßig viel Alkohol zu sich nimmt.
Du hast Kinder? :?:
heiter weiter!

chilipaprika
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Re: Frage zur amtsärztlichen Untersuchung.

Beitrag von chilipaprika »

Ach komm, Zitro, sooo selten bist du doch nicht im (Forum)Lehrerzimmer, eine Schwangerschaft konnte dir doch nicht entgehen ... ;-)

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