Dauer des Referendariats

Umfrage und Diskussion über das aktuellste schulpolitische Thema

Wie lange sollte das Referendariat dauern?

Ein Jahr
104
29%
Eineinhalb Jahre
124
34%
Zwei Jahre
134
37%
 
Abstimmungen insgesamt : 362

Dauer des Referendariats

Beitragvon admin » 29.12.2007, 22:44:40

Derzeit dauert das Referendariat zwischen 1,5 und 2 Jahren. In verschiedenen Bundesländern wird deshalb derzeit eine hitzige Debatte darüber geführt, wie lange das Referendariat künftig dauern sollte.
Sind 1,5 Jahre eine Schmalspurausbildung oder sind 2 Jahre vergeudete Zeit?

Euer Referendariat dauert 1,5 Jahre und ihr findet, das ist zu kurz?
Ihr müsst 2 Jahre ableisten und meint, das sei zu lang?
Oder ist alles gut, wie es ist?

Schreibt von Euren Erfahrungen! Wie lange sollte das Referendariat dauern?
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Beitragvon Schmeili » 29.12.2007, 23:15:07

Ich habe mein Ref in Niedersachsen abgeleistet und es hat 18 Monate gedauert. Ich denke nicht, dass ich in 6 Monaten mehr gelernt hätte. Die "Wirklichkeit" lernt man ohnehin erst hinterher (mit ner vollen Stelle o. Klassenleitung o.ä.) kennen.
18 Monate reichen vollkommen :-)
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt :)
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Beitragvon Luke » 30.12.2007, 15:44:33

Ich habe in NRW 2 Jahre abgeleistet und bin damit sehr zufrieden und habe die Zeit auch als sinnvoll empfunden.

Bei den meisten ist es in NRW ja eher so, dass sie im zweiten und dritten Ausbildungshalbjahr bedarfsdeckenden, d.h. eigenverantwortlichen, Unterricht haben. Somit war es ganz angenehm im vierten Halbjahr, indem auch die Prüfung war, nur noch Ausbildungsunterricht zu haben, meist sogar am Ende nur noch in denn UPP Kursen/Klassen. :twisted:

Wenig sinnvoll empfand ich jedoch die Examensarbeit :? - würde man diese streichen, wäre auch ein 1,5 jähriges Referendariat denkbar. :idea:

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Beitragvon Elysium » 30.12.2007, 15:48:32

Ich habe in zwei Jahren viel gelernt. Und auch im letzten halben Jahr davon - ganz klar bin ich für zwei Jahre.
Ref in S-H (Gym D/G) erfolgreich absolviert, jetzt also Lehrer...
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Beitragvon *sanne » 30.12.2007, 16:06:48

Mein Referendariat in NRW hat 2 Jahre gedauert. Bei den Anforderungen (Anzahl der Unterrichtsbesuche, Examensarbeit) kann ich mir keine Kürzung vorstellen. Ich habe sowieso schon nur von Termin zu Termin gelebt und in den Zeiten dazwischen musste eben am Schulprogramm geschrieben, Gutachten/Berichte fürs Schulamt und Förderpläne erstellt werden.
Allerdings zogen sich für mich die 2 Jahre schon - mit einer Kürzung der Unterrichtsbesuche bzw. dem Wegfallen einer Examensarbeit (wird ja auch offiziell diskutiert) wäre 1 Jahr oder 1,5 Jahre auch ausreichend für mich gewesen.
Allerdings würden dann einige Schulen in Bedrängnis kommen: Ich habe von Anfang an mehr Stunden selber gehalten, als ich musste. Nach dem ersten Jahr hat bei mir auch kein Ausbildungsunterricht mehr stattgefunden - bzw. ich habe mich selber ausgebildet durch Ausprobieren. So gerechnet hat der Staat für 3 Halbjahre das Geld für 14 Lehrerstunden gespart und dafür "nur" eine LAA bezahlt.

Auch einige LAA scheinen mehr als 1 oder 1,5 Jahre zu benötigen.
Mein Seminarleiter hat vor kurzem die Idee einer "offenen Schuleingangsphase" für angehende Lehrer angesprochen. Er würde es für sinnvoll halten, dass Leute die nach einem Jahr soweit sind, dann ihre Prüfung machen dürften. Andere eben erst nach 2 oder 2,5 Jahren, wenn sie soweit sind. Was haltet ihr davon?
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Beitragvon Solveig » 03.01.2008, 11:39:03

Zwei Jahre empfinde ich als zu lang. 1 Jahr mit Vorerfahrung und 1,5 Jahre ohne wären angemessen.
Besser wäre es danach in regelm. Abständen einen Couch zu bekommen der einem bei der Reflexion des eigenen Alltagsunterrichts behilflich ist.
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Beitragvon paro » 03.01.2008, 18:43:16

Hier in Bawü war ein Jahr vollgeknallt mit Terminen inkl. der Exarbeit. Dann folgte ein halbes Jahr Prüfungsphase, in dem außer Prüfung und Angst wenig anderes lief. Danach war ich platt.
Ich glaube, kürzer kann mans nicht machen. Für mich war es ok, ich bin auch vom Naturell eher so, dass ich lieber kürzer unter Stress arbeite als länger entspannter. Ich denke aber, dass manche Mitreferendare (gerade die etwas gemächlicheren) lieber etwas mehr Zeit und weniger Stress gehabt hätten. Gut fände ich auch eine variable Ref- Zeit, z.B. nach frühestens einem Jahr kann Prüfung gemacht werden (z.b. für Leute, die vorher schon Vertretungsstellen hatten oder so), nach spätestens zwei Jahren mus geprüft werden (für Leute, die länger Betreuung oder mehr Beratung brauchen oder sich unsicher sind).
Sowas würde dem Ref hier in Bawü viel Angst nehmen. Außerdem kenne ich einige, die (wie alle hier) zum 1.2. angefangen haben und am 5.3. des darauffolgenden Jahres schon ihre Prüfung hatten (geht durch diesen extrem langen Prüfungszeitraum jedes ahr zwischen März und Mai), also auch nur 13 Monate hatten. Ging auch irgendwie.
Ref 06/07, seit 10.9.07 Junglehrerin HS
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