Gewalt an Schulen

Umfrage und Diskussion über das aktuellste schulpolitische Thema

Beitragvon Gandalf » 06.06.2006, 16:12:30

Bär hat geschrieben:
Gandalf hat geschrieben:Wenn man sich die Kinder auf unseren Schulhöfen ansieht, wird es nicht mehr lange dauern, bis es Pflicht wird, als Lehrer türkisch zu können.
Anders wird eine Verständigung ja kaum noch möglich. Am besten auch noch eine Balkansprache und russisch, dann dürfte man in einer x-beliebigen Schule in der BRD gut durchkommen.

Grüne Politiker forderten das ja schon.


Fremdsprachenkenntnisse haben noch niemandem geschadet. Denk mal an die ganze Literatur die sich dadurch für Dich eröffnet. Man muss auch nicht immer alles so negativ sehen..


Bei aller Güte, dieses Argument haut mich nicht vom Hocker.
Das wäre ja so, als wenn man Wasserrohrbruch in der Wohnung hat und ein Bekannter rät einem : "Lern doch schwimmen!".

Wir haben in den Schulen der Großstädte so viele Migranten in den Klassen, dass sich die deutschen Kinder unterdrückt fühlen und unterdrückt werden.
Das kann doch nicht der Sinn der Sache sein, oder?
Gandalf
 
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Beitragvon Lysander » 06.06.2006, 18:06:40

Gandalf hat geschrieben:Wir haben in den Schulen der Großstädte so viele Migranten in den Klassen, dass sich die deutschen Kinder unterdrückt fühlen und unterdrückt werden.
Das kann doch nicht der Sinn der Sache sein, oder?


Nein, ist es nicht. Aber frag doch mal nach den Ursachen. Liegt das an der hohen Zahl an Migrantenkindern oder womöglich daran, dass viele deutsche Eltern ihre Kinder aufs Gymnasium klagen bzw. "prügeln", weil ihre eigenen Eltern und weitere Teile der Gesellschaft selbst vor Jahren durch die systematische Stigmatisierung von Haupt- und Realschulen diese Schulformen für deutsche Kinder "unmöglich" gemacht haben?

Gruß
Lysander
Lysander
 

Beitragvon Bär » 06.06.2006, 21:10:05

Gandalf hat geschrieben:
Bär hat geschrieben:
Gandalf hat geschrieben:Wenn man sich die Kinder auf unseren Schulhöfen ansieht, wird es nicht mehr lange dauern, bis es Pflicht wird, als Lehrer türkisch zu können.
Anders wird eine Verständigung ja kaum noch möglich. Am besten auch noch eine Balkansprache und russisch, dann dürfte man in einer x-beliebigen Schule in der BRD gut durchkommen.

Grüne Politiker forderten das ja schon.


Fremdsprachenkenntnisse haben noch niemandem geschadet. Denk mal an die ganze Literatur die sich dadurch für Dich eröffnet. Man muss auch nicht immer alles so negativ sehen..


Bei aller Güte, dieses Argument haut mich nicht vom Hocker.
Das wäre ja so, als wenn man Wasserrohrbruch in der Wohnung hat und ein Bekannter rät einem : "Lern doch schwimmen!".

Wir haben in den Schulen der Großstädte so viele Migranten in den Klassen, dass sich die deutschen Kinder unterdrückt fühlen und unterdrückt werden.
Das kann doch nicht der Sinn der Sache sein, oder?


Wenn es nicht die "Migrantenkinder" wären, wären es die anderen sozial Unterdrückten, die sich an den wohl Situierten rächen würden. Deutsch gegen deutsch, das ist keine Lösung die Migranten rauszuschmeissen, das würde einfach andere treffen.
Bär
 
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Beitragvon Olli K. » 07.06.2006, 11:22:48

So eine auf "political correctness" ausgerichtete Diskussion kann es wohl nur in Deutschland geben. Wenn ich sowas lese wie "[...] und das Ausland schaut auch hin [...]", dann fällt mir die Kinnlade schon auf die Tastatur. Was interessiert mich/uns das Ausland?
Was das Thema "gemeinsame Sprache" anbelangt, so werft doch einen Blick nach Frankreich. Die Autos brennen das schon seit Monaten jede Nacht und das trotz der gemeinsamen Sprache...
Was die Definition von "Volk" anbelangt, so hat Gandalf schon das wichtigste genannt. Und wer ernsthaft behauptet, es würde kein deutsches Volk geben, der sollte aus dem Beamtenverhältnis entlassen werden. Wenn ich daran denke, wer hier im Forum alles Lehrer ist/wird, wird mir Angst und Bange. Was steht doch gleich auf dem Reichstagsgebäude...
Niemals kann selbst eine nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengewürfelte Gesellschaft ähnlich friedlich und problemlos zusammenleben wie ein Volk. Wäre das nicht so, dann wäre im Laufe unserer Evolution einiges schiefgelaufen. Aber das habe ich ja schon einmal erklärt.
Wie bitte will ich eine öffentliche Diskussion führen ohne zu verallgemeinern? Und es ist die Mehrheit der Ausländer, die die Probleme verursacht, nicht ein kleiner Teil. Denn 40% der Ausländerkinder machen nicht einmal den Hauptschulabschluß. Man kann eine Diskussion nicht nach dem Motto führen "es gibt aber auch" oder "ich kenne einen, der..." Mit Einzelfällen kann man keine Politik machen. Es gibt einfach Fakten, die nur eine Sprache sprechen. Und wenn man auch noch so oft das Gegenteil behauptet (so wie Kohl damals mit seiner Kosten/Nutzen Rechnung), ändert sich dadurch nichts. Nur gibt es von Jahr zu Jahr mehr Menschen, die den Blödsinn glauben. Diese Diskussion ist der Beweis dafür. Wer mal ein wenig in der Welt herumgekommen ist, wird feststellen, daß nur wir Deutsche so ein Problem damit haben, alles was Rasse oder Herkunft zu tun hat, beim Namen zu nennen (ok, die USA mal ausgenommen...).
So, nun muß er mal wieder seinen Unterricht vorbereiten...
Olli K.
 
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Gewaltprävention

Beitragvon sternguckerklavier » 11.06.2006, 12:39:42

Hallo,
eure Diskussion zur Gewalt an Schulen finde ich sehr interessant und wichtig.
Vor drei Jahren habe ich eine Arbeit zum Thema Gewaltprävention an Schulen geschrieben und mit Schülern einer Hauptschule zu diesem Thema gearbeitet. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Qualität der Lehrer-Schüler-Beziehung der wichtigste Faktor ist um ein gutes Klima herstellen zu können. Beziehungsarbeit ist dabei ein wichtiges Stichwort.
Auch stelle ich mir regelmäßig die Frage: "Was hat der Schüler / die Schülerin davon, wenn sie/er gewalttätig ist (physisch/verbal oder auch nonverbal)? Was will er/sie erreichen? Das bedeutet nicht "Grenzenlosigkeit" - denn Grenzen sind immer aufzuzeigen. Ich glaube, dass die Jugendlichen von den Erwachsenen authentische Antworten haben wollen auf ihr provokatives gewalttätiges Verhalten.
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Beitragvon Bär » 12.06.2006, 18:06:40

Olli K. hat geschrieben:So eine auf "political correctness" ausgerichtete Diskussion kann es wohl nur in Deutschland geben. Wenn ich sowas lese wie "[...] und das Ausland schaut auch hin [...]", dann fällt mir die Kinnlade schon auf die Tastatur. Was interessiert mich/uns das Ausland?
Was das Thema "gemeinsame Sprache" anbelangt, so werft doch einen Blick nach Frankreich. Die Autos brennen das schon seit Monaten jede Nacht und das trotz der gemeinsamen Sprache...
Was die Definition von "Volk" anbelangt, so hat Gandalf schon das wichtigste genannt. Und wer ernsthaft behauptet, es würde kein deutsches Volk geben, der sollte aus dem Beamtenverhältnis entlassen werden. Wenn ich daran denke, wer hier im Forum alles Lehrer ist/wird, wird mir Angst und Bange. Was steht doch gleich auf dem Reichstagsgebäude...
Niemals kann selbst eine nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengewürfelte Gesellschaft ähnlich friedlich und problemlos zusammenleben wie ein Volk. Wäre das nicht so, dann wäre im Laufe unserer Evolution einiges schiefgelaufen. Aber das habe ich ja schon einmal erklärt.
Wie bitte will ich eine öffentliche Diskussion führen ohne zu verallgemeinern? Und es ist die Mehrheit der Ausländer, die die Probleme verursacht, nicht ein kleiner Teil. Denn 40% der Ausländerkinder machen nicht einmal den Hauptschulabschluß. Man kann eine Diskussion nicht nach dem Motto führen "es gibt aber auch" oder "ich kenne einen, der..." Mit Einzelfällen kann man keine Politik machen. Es gibt einfach Fakten, die nur eine Sprache sprechen. Und wenn man auch noch so oft das Gegenteil behauptet (so wie Kohl damals mit seiner Kosten/Nutzen Rechnung), ändert sich dadurch nichts. Nur gibt es von Jahr zu Jahr mehr Menschen, die den Blödsinn glauben. Diese Diskussion ist der Beweis dafür. Wer mal ein wenig in der Welt herumgekommen ist, wird feststellen, daß nur wir Deutsche so ein Problem damit haben, alles was Rasse oder Herkunft zu tun hat, beim Namen zu nennen (ok, die USA mal ausgenommen...).
So, nun muß er mal wieder seinen Unterricht vorbereiten...


Warum dürfen wir nicht politisch korrekt sein? Naja, ganz kurz dazu.. in Frankreich brennen seit Monaten *nicht* mehr die Autos, das ging mal ein, zwei Wochen so und wurde von den Medien als Bürgerkrieg weltweit verkauft. Wenn es einen Grund für die Probleme gibt, dann sind es nicht die gemeinen Ausländer, sondern die Ghettoisierng. Die Leute sitzten in ihren abgeschlossenen Viertel, haben keine Zukunftsaussichten, haben kein Einkommen und leben in übervölkerten Wohnungen. Das ist ein Pulverfass, da sind wir uns einig. Wenn dann, wie in Frankreich ein Politiker ankommt, und öffentlich sagt, dass er diese Orte von den Leuten dort "reinigen" will, ist klar, dass es zu Ausschreitungen kommt. Wäre da die politische Korrektheit etwas mehr gewahrt worden, wäre nichts passiert.
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Beitragvon Olli K. » 14.06.2006, 14:52:47

Autos brennen noch immer, nur nicht mehr so viele und nicht mehr täglich. Die Presse hat nur - wie immer - nach einiger Zeit das Interesse verloren. Gleiches galt auch für den Tsunami und diverse Erdbeben...
Olli K.
 
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