Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Umfrage und Diskussion über das aktuellste schulpolitische Thema

Re: Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Beitragvon ranii » 06.05.2016, 2:56:45

Der Start dieses Themas war 2011 und trotzdem ist es heute immer noch aktuell!

In SH gibt es keine Haupt- und Realschulen mehr, sondern Gemeinschaftsschulen. An Gemeinschaftsschulen wird min. bis zur 10. Klasse unterrichtet und Realschullehrkräfte und Grund- und Hauptschullehrkräfte unterrichten gemeinsam in allen Klassenstufen einschliesslich 10. Klasse. Einige Gemeinschaftsschulen haben auch eine Oberstufe!

Nun bekommen aber die einen A13 und die anderen nur A12 für die selben Aufgaben! Nachdem letzten Stand sollen nun die GuH-Lehrkräfte, die an Gemeinschaftsschulen und nicht an reinen Grundschulen unterrichten, auf A13 hochgestuft werden. Natürlich nicht alle sofort, sondern über die nächsten Jahre und mit Bedingungen. So sollen sie eine mehrtägige Fortbildung absolvieren, damit sie den Anspruch auf A13 erhalten können. Meine GuH-KollegenInnen sind hier zu recht sauer, denn sie unterrichten schon seit mehreren Jahren in der Gemeinschaftsschule und haben schon sehr viele Realschulprüfungen abgenommen, bekommen jetzt aber gesagt, dass sie diese Befähigung erst durch eine Fortbildung erhalten können.

Dazu kommt, dass nun die GuH-Lehrkräfte, die an reinen Grundschulen arbeiten, zwar die Befähigung hätten auch an Gemeinschaftsschulen zu arbeiten, aber trotzdem bei A12 sitzten gelassen werden. Diese gehen nun auch auf die Straße, denn warum sollten sie ausgenommen werden? Nur weil sie dummerweise auf einer reinen Grundschule arbeiten? Es gibt hier nämlich auch sehr viele Gemeinschaftsschulen, die von der 1. bis zur 10. Klasse gehen und an denen Lehrkräfte, die sowohl in den Klassen 1-4 als auch 5-10 unterrichten auf A13 aufspringen können.
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Re: Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Beitragvon Skeet1414 » 04.12.2017, 15:33:21

Auch in NRW scheint das Thema (wieder) aktuell zu werden. Die neue Schulministerin Gebauer (FDP) kündigte perspektivisch "Anpassungen" (also A13 für alle) an, da die Studienzeiten seit der Reform 2009 nunmehr ja gleich lang sind.
Was mich beschäftigt: bedeutet dies, dass all jene, die noch die "alten" Staatsexamensstudiengänge (prä 2009) absolviert haben, die im Bereich der Primar- und Sekundarstufe I ja verkürzt waren, bei A12 bleiben? In diesem Falle würde das Kohl'sche Wort von der "Gnade der späten Geburt" eine für mich unmittelbare Bedeutung bekommen, da ich mein Studium vor der Reform anfing, genauer gesagt genau ein Semester bevor die Reform an meiner Uni implementiert wurde.
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