Lehrprobe Märchen (schreiben)

Fragen & Antworten zu didaktischen Problemen, methodische Kniffe für den nächsten Unterrichtsbesuch usw.

Lehrprobe Märchen (schreiben)

Beitragvon Keepcalmreachon2019 » 26.12.2018, 15:22:11

Hallo zusammen! Ich plane eine Stunde zum Weiterschreiben von Märchen. Die Differenzierung erfolgt so: Die Leistungsschwachen schreiben den Anfang, Leistungsniveau 2 den Mittelteil und die Starken schreiben Mittelteil und Schluss.
Sie könnten in der Stunde zuvor schon in den Gruppen einen Schreibplan ausfüllen und sich gegenseitig unterstützen. In der Besuchsstunde schreiben sie und wer fertig ist, begibt sich in die Ecke des Raumes und tauscht sich mit anderen aus... Habt ihr dazu weitere Ideen?
Dann erfolgt eine Präsentation mit Höraufträgen, eine Würdigung...und Überleitung zur nä Stunde, der Schreibkonferenz.

Ich hätte dazu gern Meinungen...
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Re: Lehrprobe Märchen (schreiben)

Beitragvon kecks » 26.12.2018, 19:32:48

ziel der stunde, didaktische schritte zum erreichen dieser ziele, stellung in der reihe, klassenstufe, schulform... so kann man dazu sehr wenig sagen, außer dass mir das für 45 minuten sehr ambitiioniert zu sein scheint und du nicht sehr zu sehen bist, wenn die kinder texte schreiben.
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Re: Lehrprobe Märchen (schreiben)

Beitragvon Keepcalmreachon2019 » 26.12.2018, 19:49:07

Lernziel: Die SUS analysieren Märchen und wenden die gelernten gattungsspezifischen Merkmale bei eigenen Textproduktionen an
Vorletzte Stunde vor der KA, in der letzten Stunde würde ich die Schreibkonferenz machen
5.Klasse, Gesamtschule, recht heterogene Gruppe
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Re: Lehrprobe Märchen (schreiben)

Beitragvon Löwenherz » 26.12.2018, 19:50:49

Ich würde bei der Differenzierung ggf. Scaffolding-Bausteine ergänzen bei Gruppe 1 und 2, also beispielsweise Satzanfänge die zum Weiterschreiben verwendet werden können. Die vielleicht nicht direkt ausgeben- auch vermeintlich leistungsschwächere SuS haben so ihre Sternstunden, Themen oder auch einfach nur Engagement in der Lehrprobe dem Lehrer zuliebe- sondern Tippkarten vorhalten, die die SuS sich bei Bedarf frei nehmen können (am Whiteboard befestigt oder auf dem Pult frei liegend). Die Tippkarten ermöglichen es dir neben der Voreinteilung in Leistungsgruppen auch mit einer Selbstdifferenzierung der SuS zu arbeiten (selbstdifferenzierende Aufgaben gelten zumindest bei mir in der Ausbildung als DER Königsweg der Differenzierung). Darüber hinaus könntest du es je nach Lerngruppe den SuS frei stellen, in welcher Leistungsgruppe sie arbeiten wollen (habe ich bei einem UB gemacht, war extrem spannend: die leichteste Aufgabe hat keine Gruppe am Ende bearbeitet, die anspruchsvollste Aufgabe, wurde herausragend von zwei Gruppen bearbeitet, die hälftig mit G-Niveau-SuS besetzt war. Da kamen die Motivation und Begeisterung für das Thema, unentdecktes Vorwissen und der Wunsch mich zu unterstützen zusammen.).

Für die Rückmeldung zum Stundenaufbau an sich überlasse ich das Feld den D-Lehrkräften, aus der Perspektive meiner Fächer wäre eine schwerpunktmäßige "Schreibstunde" aber keine gute Wahl für UB bzw.Lehrprobe auch wenn diese ihren Platz im regulären Unterricht hat.
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Re: Lehrprobe Märchen (schreiben)

Beitragvon Keepcalmreachon2019 » 26.12.2018, 19:56:30

Noch kann ich meine PLanung umwerfen. Die Gefahr, dass das ne lahme Stunde ist, sehe ich auch und weiß halt nicht, wie ich dem vorgreifen könnte, wenn der Kompetenzbereich Schreiben im Vordergrund stehen sollte...
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Re: Lehrprobe Märchen (schreiben)

Beitragvon Löwenherz » 26.12.2018, 20:20:09

Nicht das Schreiben für die Lehrprobe in den Mittelpunkt stellen?

Nach der Vorarbeit in der Stunde davor wäre es ja auch möglich, die SuS zuhause bereits Bausteine (Anfänge-Mittelteile-Ende) verfassen zu lassen. Die müssen auf einem Extrablatt angefertigt werden, werden dann gruppenweise getauscht, so dass alle Gruppen aus vss.komplett fremden Bausteinen eine stimmige Geschichte formulieren und sich gegenseitig erzählen müssen. Schwerpunkt ist es Unstimmigkeiten zwischen den Bausteinen aufzulösen (dafür müssen natürlich alle mit bestimmten Grundvorgaben arbeiten) und das Wissen über die Struktur eines Märchens auf die zusammenzufügende Geschichte anzuwenden; dabei sollen die Gruppen vielleicht sogar in ihren Teilbausteinen gezielt einen vorher besprochenen "typischen Fehler" einbauen, den die "Bearbeiter" identifizieren und korrigieren müssen (bei Märchen sind das ja beispielsweise bestimmte Anfangs- und Schlussformeln, die typischerweise verwendet werden, möglicherweise ein Tempusfehler- vielleicht lässt sich ja hier eine Differenzierung anknüpfen).

Ich phantasiere da gerade nur, bin wie gesagt keine D-Lehrkraft, aber so ein Stundenaufbau würde es dir erlauben mehr zu zeigen, als nur schreibende SuS. Versuch über methodisch kreativere Möglichkeiten zur Erreichung deines Stundenziels nachzudenken, die es dir erlauben mehr von dir zu zeigen und auch die effektive Lernzeit bestmöglich zu nutzen.
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Re: Lehrprobe Märchen (schreiben)

Beitragvon Keepcalmreachon2019 » 26.12.2018, 20:28:52

Genau...Alternative: Sprechen und zuhören. Es werden drei oder vier verschiedene Märchen in der Stunde vorab ausgeteilt in versch.Niveaustufen. Die Kids erstellen Storyboards und diese werden an einen roten Faden befestigt...dann müssen sie sich gegenseitig berichten, was passierte. Sie füllen einen Märchenforscherbogen aus... (Merkmale usw) und am Ende wählen Sie ein Märchen und begründen, warum es Ihnen am besten gefallen hat...
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