Als Lehrerin auf einer "Jungenschule"

Fragen & Antworten zu didaktischen Problemen, methodische Kniffe für den nächsten Unterrichtsbesuch usw.

Als Lehrerin auf einer "Jungenschule"

Beitragvon Freigeist » 25.08.2017, 14:58:54

Hallo Leute,

auf einer meiner Seminarschulen ist ein extremes Ungleichgewicht was die Verteilung Mädchen - Jungen angeht. 80% sind Buben.
In wie fern wird der Unterricht in meinen Fächern (D/G) "anders" sein? Werden mich die Schüler überhaupt akzeptieren (als Lehrerin)? Mich verunsichert das einfach, weil es eigentlich immer 50/50 sind und das hier ja fast eine Jungenschule ist.
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Re: Als Lehrerin auf einer "Jungenschule"

Beitragvon MarlboroMan84 » 25.08.2017, 17:30:29

Wieso kommst du auf die Idee, dass sie dich nicht akzeptieren? Verstehe ich nicht.
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Re: Als Lehrerin auf einer "Jungenschule"

Beitragvon Illi-Noize » 26.08.2017, 0:09:03

Freigeist hat geschrieben:Hallo Leute,

auf einer meiner Seminarschulen ist ein extremes Ungleichgewicht was die Verteilung Mädchen - Jungen angeht. 80% sind Buben.
In wie fern wird der Unterricht in meinen Fächern (D/G) "anders" sein? Werden mich die Schüler überhaupt akzeptieren (als Lehrerin)? Mich verunsichert das einfach, weil es eigentlich immer 50/50 sind und das hier ja fast eine Jungenschule ist.

Immer 50 : 50? Ich hatte schon 30 Jungs in Matheklassen oder 30 Mädels im Sprachenzweig... Unterschied wie Tag und Nacht, aber beides durchaus "unterhaltsam" ;-)

Ich drehe die Sache mal um: Sind nicht die meisten Lehrer weiblich? Oder lass es 50:50 sein... Warum sollten sie dann die Hälfte ihres Unterrichtspersonals aus Prinzip nicht akzeptieren?
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Re: Als Lehrerin auf einer "Jungenschule"

Beitragvon kecks » 26.08.2017, 13:00:24

? mei, lies halt nicht gerade ein rosarotes mädchenbuch über pferde als klassenlektüre... im ernst, das ist doch nicht so schwer. du stellst dich doch immer auf deine aktuelle lerngruppe ein, in dem fall halt auf die jungs. gute erfahrungen habe ich (übrigens auch bei mädchen) mit unterricht, der zu dir und der lerngruppe passt. was das jeweils ist, musst du selber rausfinden, ist auch erfahrungssache. im allgemeinen sind reine mädchengruppen disziplinarisch für anfänger einfacher, aber auch das ist typsache. mach einfach mal, wirst sehen, bubengruppen machen spaß.
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Re: Als Lehrerin auf einer "Jungenschule"

Beitragvon Freigeist » 27.08.2017, 18:04:26

Hallo,

danke für eure Tipps.

Ich glaube je näher das Ref rückt, desto mehr verfalle ich in Panik. Und als ich gesehen habe, dass es so einen krassen Jungenüberschuss auf der Schule gibt, überkamen mich negative Gedanken z.B. "Was, wenn da ganz viele türkisch-/arabischstämmige Jugendliche sind?" oder "Wie kann ich mich durchsetzen, wenn es lauter 'Alphamännchen' gibt?" .
Bis jetzt habe ich nur die Erfahrung 50-50 bzw. an einer Realschule wurde es so gehandhabt, dass in Deutsch und Mathe die Geschlechter getrennt wurden.

Aber ihr habt recht. Ich sollte es einfach erstmal auf mich zukommen lassen und positiv denken.
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Re: Als Lehrerin auf einer "Jungenschule"

Beitragvon sabisteb » 27.08.2017, 21:31:29

Bei mir war es ähnlich. Ich komme als Lehrerin deutlich besser mit Jungs klar. Die sind nicht so irrational und sprunghaft wie Mädchen. Ich war not amused als ich an einer Schule mit 90% Mädchen gelandet bin...
Jungs sind in meinen Augen pflegeleichter als Mädchen.
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Re: Als Lehrerin auf einer "Jungenschule"

Beitragvon Stark » 27.08.2017, 21:57:57

Ist wohl auch geschlechterabhängig. Ich hatte meine erste Stelle an einer Schule mit deutlichem Mädchenüberhang. Für männliche Junglehrer disziplinarisch überhaupt kein Problem, bei Junglehrerinnen ist bei manchen Schülerinnen hingegen der Konkurrenztrieb ausgebrochen.
Mittlerweile macht es für mich keinen Unterschied mehr, wie die Klassen zusammengesetzt sind. Bei sehr einseitigen Verteilungen kann man zumindest im Deutschunterricht mal die Lektüren lesen, bei denen sonst eine Hälfte der Klasse nur motzt ;)
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