Total unsicher:1. UB zum Einführen des Passivs nach Ziegesar

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Total unsicher:1. UB zum Einführen des Passivs nach Ziegesar

Beitragvon Newbie26 » 12.01.2020, 21:08:53

Hallo Liebe Mit- und Exreferendare,

ich wäre euch total dankbar wenn ihr euch den Roman hier einmal antun und mir Rückmeldung/Hilfestellung zum Einführen des Passivs im Englischunterricht geben könntet.

Mein 1. UB steht an und das Passiv muss eingeführt werden (Klasse 7 am Gymnasium). Leider haben wir im Seminar noch nicht über Grammatikeinführung gesprochen, und ich bin grundsätzlich etwas unsicher, wie ich das nun am besten tun kann. Besonders, da wir mit Camden Town arbeiten und da grade das Thema ‚Back in Time‘ besprechen. Ich habe ein paar Überlegungen und jede Menge Fragen, und würde mich wirklich total freuen wenn ihr mir Rückmeldung geben könntet!

Im Seminar haben wir, wie gesagt, Grammatikeinführungen noch nicht besprochen. Ich habe mir aber mal die Methode nach Ziegesar angeschaut und würde mich gerne daran versuchen.

Im Rahmen des Themas ‚Back in Time‘, bzw. ‚Famous Brits‘ (historische Figuren) haben wir Queen Elizabeth durchgenommen. Jetzt habe ich mir überlegt, eine Art historischen Crime Report für den UB zu schreiben à la ‚The crown jewels were stolen, clues…were found, the thief was caught and the crown jewels were taken back’. Um das vielleicht etwas realistischer zu machen könnte man das in einem Word Dokument mit altem Papier und einem Siegelbild machen. Den report würde ich vorlesen (als Demonstration). Muss die Demonstration immer vom Lehrer ausgehen, oder könnte auch ein Schüler den Text vorlesen?

Dann würde ich gezielt ein paar Fragen zum Crime Report stellen, die die SuS recht einfach beantworten können, z.B. L: What was stolen? S: The Crown Jewels (Verstehen & Reagieren).

Danach würde ich ein AB austeilen, wo Aussagen zu dem Text drauf stehen. Die Falschaussagen darunter müssten dann von den SuS richtig geschrieben werden (Reproduktion). Das Arbeitsblatt würde ich eventuell in Partnerarbeit erarbeiten lassen, damit die Aufgabe im Gegensatz zu einer Einzelarbeit etwas kommunikativer ist. Kann man das machen, bzw. macht das Sinn? Mir fiel keine andere gescheite Reproduktionsaufgabe ein. Alle anderen Ideen würden von den SuS selbstständige Produktion der Verbform verlangen, was dann ja keine Reproduktion mehr wäre.

Danach würde ich dann die Kognitivierung mit den SuS durchnehmen. Ich habe das Gefühl, dass es aufgrund von Zeitdruck doch eher Sinn macht, erst die Kognitivierung und dann die Produktion zu machen. Nicht das hinterher mitten in der Kognitivierung die Schulglocke klingelt…Bei der Kognitivierung habe ich grundsätzlich die Frage: Wie macht ihr das im Passiv? Nehmt ihr von der Reproduktionsaufgabe ein paar Passivsätze, schreibt die an die Tafel, lasst die SuS die neue Verbform beschreiben, das Objekt und eventuell das Subjekt, falls vorhanden, benennen und dann die Sätze ins Aktiv umformen? Ich habe wirklich keine Ahnung, wie man das Gespräch am besten aufbaut, (und vielleicht auch welche Impulse man gibt). Besonders hier wäre ich um Hilfe dankbar!

In der Produktion würde ich dann einen recht geschlossenen Dialog von den SuS zwischen der Queen und dem Schreiber des Crime reports anfertigen lassen (die Queen will nochmal genauer wissen, was passiert wurde und wie der Fall gelöst wurde). Im Dialog würden die SuS dann aus Satzgliedern die Sätze anfertigen. Meine Seminarleiterin ist überhaupt kein Fan von Lückentexten als Produktion, während meine Ausbildungslehrerin meint, dass eine offene Aufgabe noch viel zu schwierig ist für die SuS. Daher meine Idee, die SuS aus Satzgliedern Sätze bauen zu lassen und in einem Dialog zu üben. Je ein SuS würde dann Sätze von der Queen schreiben oder von der Person, die den Crime Report geschrieben hat.

Wie gesagt, ich wäre über Rückmeldungen mehr als dankbar! Ich habe mir jetzt schon tagelang den Kopf zerbrochen, und auch schon mit Lehrern gesprochen, aber ich komme irgendwie nicht auf einen grünen Zweig.
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Re: Total unsicher:1. UB zum Einführen des Passivs nach Zieg

Beitragvon Löwenherz » 14.01.2020, 15:25:33

Gibt es auch eine Anwendung im Gespräch in der Dialogphase oder wird nur geschrieben?
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Re: Total unsicher:1. UB zum Einführen des Passivs nach Zieg

Beitragvon Newbie26 » 14.01.2020, 16:33:57

Ja, ich habe den Kontext und die Aufgaben auch noch etwas abgeändert.

Wo ich nach wie vor stocke ist die Kognitivierung. Auf wie viel gehe ich da ein und welche Impulse kann man grob am besten setzen?

Wenn ich 3 Beispielsätze habe, darunter vielleicht einer mit einer -by Konstruktion, frage ich dann plumb erstmal, wo das Verb im Satz ist, kreise es ein und sage dann, dass dies eine neue Zeitform ist? Wenn die Schüler dann was/were +3. Form benennen, ist dann die Frage nach der Bildung erstmal abgeschlossen, oder muss man noch auf den Unterschied Aktiv-/Passiv eingehen und das mit in das Tafelbild aufnehmen? Sprich vom einen ins andere formen lassen? Oder kann man das erstmal weglassen?

Und durch welche Impulse kann man die Schüler dahin kriegen, dass sie selber erkennen, dass das Passiv dann verwendet wird, wenn man entweder nicht weiß wer etwas gemacht hat oder wenn die Tätigkeit im Fokus steht? Gerade letzteres ist ja recht schwer verständlich (also dass die Schüler da selber drauf kommen), oder?
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