"Denunziations-Plattform" der AfD

Wer sich seine Sorgen und Nöte mit dem Referendariat von der Seele reden will, ist hier richtig. Vielleicht gibt es ja jemanden, der einen guten Rat hat.

Re: "Denunziations-Plattform" der AfD

Beitragvon Qualitätsgarant » 13.10.2018, 22:26:20

Die Piratenpartei hat diese Plattform mittlerweile lahmgelegt. Nicht die schlechteste Idee ...
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Re: "Denunziations-Plattform" der AfD

Beitragvon Löwenherz » 14.10.2018, 11:48:04

Danke für den schönen Hinweis Qualitätsgarant. Da sieht man doch, wie so ein zivilgesellschaftliches Aufstehen und demokratisch legitime Grenzen setzen aussehen kann (die AfD spricht von Hacking, offenbar wurde aber das Portal einfach ganz legitim mit Anfragen überschüttet und überlastet, wozu Piratenpartei und FDP aufgerufen hatten).

Und um hier auch den gemäßigteren Flügeln der AfD gerecht zu werden, sei darauf hingewiesen, dass die Einrichtung der Plattform wohl nicht unumstritten ist parteintern: "Doch auch innerhalb der baden-württembergischen AfD-Fraktion sind nicht alle für die Meldemöglichkeit. "Ich persönlich halte nichts von einer offiziellen Denunziantenstelle, weil wir damit den Weg unseres politischen Gegners einschlagen, also Gruppierungen wie der Antifa und der Website Linksunten. Die AfD sollte sich nicht herablassen, das genauso zu tun", sagte AfD-Fraktionschef Bernd Gögel dem SWR. Außerdem habe die Fraktion noch keine endgültige Entscheidung über die Einrichtung einer Meldeplattform für Lehrer getroffen. Der Abgeordnete aus Offenburg, Stefan Räpple, sei "vorgeschossen". " (https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Umstrittenes-Portal-in-Baden-Wuerttemberg-AfD-Politiker-schaltet-Lehrer-Meldeplattform-frei,afd-meldestelle-freigeschaltet-100.html)
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Re: "Denunziations-Plattform" der AfD

Beitragvon cobalt8 » 18.10.2018, 14:26:58

Ich finde es eine absolut grandios dumme Idee, die Leute zu verärgern und gegen sich aufzubringen, die Zugriff zu den meisten Leuten haben, die noch keine gefestigte Meinung haben.

Wie gesagt grandios bescheuert. Ich bin kein Politiklehrer und äußere mich deshalb meinen Schülern überhaupt nicht politisch gegenüber. Jeder Lehrer, der einmal von diesen angeprangert worden ist, wird wohl auch sehr gute legale Möglichkeiten finden, dafür zu sorgen, dass diese Partei nicht im besten Licht steht. Ich habe auch ein paar Jahre gebraucht um zu merken, wie viel Einfluss wir auf die Entwicklung wirklich haben, und das sehr viel davon auch ankommt, auch wenn man es nicht direkt bemerkt. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass bei dem ein oder anderen Schüler mein Wort auch mehr zählt als das Wort der Eltern, andersherum gibt es natürlich auch. Seit dem ich das gemerkt habe, lege ich extremen Wert in meinem Unterricht auf Toleranz und das jeder so sein darf, wie er möchte, solange andere dadurch nicht benachteiligt werden.
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