Abbruch?

Wer sich seine Sorgen und Nöte mit dem Referendariat von der Seele reden will, ist hier richtig. Vielleicht gibt es ja jemanden, der einen guten Rat hat.

Abbruch?

Beitragvon peppy23 » 28.03.2018, 11:35:29

Hallo liebe Community,

erstmal bin ich sehr froh darüber, dass es dieses Forum gibt. Ich habe schon viel gelesen was mir persönlich auch schon mal geholfen hat :-)
Jedoch ist jede Situation natürlich individuell und somit möchte ich euch einfach mal meine Situation darlegen, um ein eure Sichtweisen zu erfahren.

Ich wurde leider in einer Fachrichtung (1 Punkt hat gefehlt) nicht zum Examen zugelassen. Aufgrund dessen habe ich einen Antrag auf Verlängerung des Vorbereitungsdienstes gestellt, welchem stattgegeben wurde. Mein Vorbereitungsdienst geht also maximal 1 Semester länger (Der Fachleiter bestimmt in Kooperation mit mir, wann ich "bereit" für das Examen bin). In der anderen Fachrichtung läuft es gut, stehe auf 11 Punkten.

Nun ist es folgendermaßen: Ich bin enorm ausgelaugt (Klar, wem sag ich das), so sehr, dass ich ernsthaft Bedenken habe, ob ich es noch so lange schaffe mich über Wasser zu halten. Ob ich es schaffe, meine Kräfte (die aktuell sehr mau sind) überhaupt noch bis Januar mobilisieren zu können, zu glänzen, etc. Versuche ich jetzt mich durchzukämpfen und bestehe die Prüfung nicht, wiederhole sie und bestehe wieder nicht, dann darf ich den Vorbereitungsdienst in Deutschland nicht mehr aufnehmen (Bitte korrigiert mich falls ich falsch liege).
Daher die Überlegung:

Wäre es in meinem Fall sinnvoll, jetzt das Referendariat abzubrechen (bzw. zu unterbrechen) um dieses zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ich mich gesundheitlich wieder fit fühle, erneut zu beginnen, um mir so den Wunsch als Lehrerin tätig zu sein nicht zu vermasseln?

Ich bin auf eure Rückmeldung gespannt.
Habe nun nicht viel preis gegeben, ihr könnt gerne Fragen stellen.
Liebe Grüße
peppy23
 
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Re: Abbruch?

Beitragvon MarlboroMan84 » 28.03.2018, 18:45:38

Bitte mache dich vorher schlau: Ein Abbruch mit darauffolgender Wiederaufnahme ist nicht so einfach möglich bzw. teilweise nicht möglich. Das ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich.

Ich persönlich würde dir empfehlen, dass du dich zügig mit der Schule zusammensetzt, ihr einen Fahrplan ausarbeitet, du dir also auch gezielt Unterstützung suchst, und dann das zügig durchziehst.
MarlboroMan84
 
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Re: Abbruch?

Beitragvon tiger » 28.03.2018, 20:18:23

peppy23 hat geschrieben:Ich bin enorm ausgelaugt (Klar, wem sag ich das), so sehr, dass ich ernsthaft Bedenken habe, ob ich es noch so lange schaffe mich über Wasser zu halten.

Bedenke dabei, dass es hier nicht darum geht, sich ein halbes Jahr "über Wasser zu halten", sondern ca. 40 Jahre bis zum Erreichen der Pensionsgrenze. Die richtige Arbeit fängt ja erst an, wenn das Referendariat vorbei ist und du eine volle Stelle übernimmst (mit allem, was dazugehört).
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Re: Abbruch?

Beitragvon peppy23 » 28.03.2018, 20:45:56

Klar, ich werde mich ausreichend informieren.

An die 40 Jahre denke ich aktuell nicht, zumal der Abschluss gerade im Fokus steht.
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Re: Abbruch?

Beitragvon peppy23 » 28.03.2018, 20:47:10

Allerdings ist eine volle Stelle (meinen Beobachtungen und Informationen zufolge) nicht ansatzweise mit dem Referendariat zu vergleichen. Zumindest nicht in der Förderpädagogik.
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Re: Abbruch?

Beitragvon kecks » 28.03.2018, 20:50:11

die ersten jahre ist die arbeitsbelastung auf einer vollen stelle deutlich (!) höher als die arbeitsbelastung eines durchschnittlichen refis. aber es ist eine andere form der belastung - die ständige beobachtung und bewertung deiner arbeit entfällt. freiheit galore, sozusagen, verglichen mit dem ref. das erleben die meisten als entlastend, nur hat man halt wenig zeit, das zu genießen, weil man mit der stelle beschäftigt ist und phasenweise (die belastung kommt ja immer phasenweise) nicht soviel schläft. zumindest ging das allen mir bekannten anfängern auf voller stelle so, kenne beispiele aus gs, hs, berufsschule, gym, förderzentrum. aber: das wird bald besser, und die anfänger sind ja meist eher jung und oft auch noch ohne sonstigen akkumulierten lebensstress (pflegebedürftige eltern, kleine kinder, finanzieller druck wegen hausbau usw.). insofern passt das schon, man wächst da rein.
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