2. Staatsexamen nicht bestanden - Wie erklärt man das im VG?

Wer sich seine Sorgen und Nöte mit dem Referendariat von der Seele reden will, ist hier richtig. Vielleicht gibt es ja jemanden, der einen guten Rat hat.

Re: 2. Staatsexamen nicht bestanden - Wie erklärt man das im

Beitragvon State_of_Trance » 19.04.2018, 15:18:46

Teacherlove hat geschrieben:Lügen, lügen, lügen.

Nirgendwo wird soviel gelogen wie in Vorstellungsgesprächen. Auch seitens der Unternehmen, denn natürlich ist dort alles bestens...

Schule war nicht deins, zuviele unterschiedliche Kinder, das ganze System ist steif und du willst noch was erreichen... das kommt gut an. Lehrer sind "da draußen" eh alles andere als beliebt.


Genau das. Man muss es doch nicht als "Scheitern" verkaufen.
Es muss so verkauft werden, dass klar wird, dass man auf den Job sowieso keine Lust hatte und VIEL lieber etwas anderes machen würde, beispielsweise den Bürojob, auf den man sich gerade bewirbt.
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Re: 2. Staatsexamen nicht bestanden - Wie erklärt man das im

Beitragvon Teacherlove » 20.04.2018, 20:45:31

State_of_Trance hat geschrieben:
Teacherlove hat geschrieben:Lügen, lügen, lügen.

Nirgendwo wird soviel gelogen wie in Vorstellungsgesprächen. Auch seitens der Unternehmen, denn natürlich ist dort alles bestens...

Schule war nicht deins, zuviele unterschiedliche Kinder, das ganze System ist steif und du willst noch was erreichen... das kommt gut an. Lehrer sind "da draußen" eh alles andere als beliebt.


Genau das. Man muss es doch nicht als "Scheitern" verkaufen.
Es muss so verkauft werden, dass klar wird, dass man auf den Job sowieso keine Lust hatte und VIEL lieber etwas anderes machen würde, beispielsweise den Bürojob, auf den man sich gerade bewirbt.



Ganz genau so.
Und im Falle Lehrer gibt es ja mehr als genügend Kritikpunkte, wieso man aussteigen will.
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Re: 2. Staatsexamen nicht bestanden - Wie erklärt man das im

Beitragvon Zeltan » 07.06.2018, 6:29:05

Ich habe mir die Beiträge gerade alle durchgelesen und bin sehr erstaunt, aber auch ein wenig schockiert über eure Gedanken. Wenn das euer Bild von Vorstellungsgesprächen ist, würde ich raten, dass ihr euch nochmal mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzt.

Mir geht es ähnlich wie dem Threadersteller, nach dem durchgefallenen 2. Examen habe ich einen Job bei einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme, in einem Unternehmen gefunden. Der Vorteil dieses Jobs ist, dass man sehr viel über das Berufsleben, Personaler und Vorstellungsgespräche lernt.

Ich gehe jetzt mal alles nacheinander durch:

1. Gib im Lebenslauf den Vorbereitungsdienst an und deine Tätigkeiten, jedoch nicht erwähnen, dass du keinen Abschluss erworben hast. Das kann ein Personaler, der in der Regel nichts mit Lehrern zu tun hat auch nicht in dem Sinne beurteilen. Da sticht eher die Berufserfahrung die du während des Refs gemacht hast hervor.

2. Mach dir klar, dass die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch nur dann erfolgt, wenn ein Personaler dich kennenlernen will! Er lädt dich nicht ein, um den Wahrheitsgehalt deiner Angaben zu prüfen, sondern weil du qualifiziert bist, er dich interessant findet und dich als Person einschätzen möchte. Er will herausfinden, ob du in das Unternehmem passt. Meine bisherige Erfahrung und Rückmeldung von meinen Kollegen war, dass Lehrer oft eine Persönlichkeit ausstrahlen, die Personaler sehr mögen.

3. Zum gescheiterten Ref wurde ich damals nur indirekt gefragt. Ich habe Folgendes wahrheitsgemäß beantwortet:
Ich habe das Ref absolviert, die Lehrproben bestanden, bin jedoch an einer Hausarbeit gescheitert. Ich kann unterrichten, hatte jedoch pech.
Da haben meine Gegenüber die Augen verdreht und einen zynischen Kommentar über das deutsche Schulsystem ausgelassen. Das hat mir sehr gut gefallen xD
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